Das war 2016 eines der dramatischsten Themen: Europa sieht sich mit der grössten Flüchtlingsbewegung seit dem Zweiten Weltkrieg konfrontiert. Die Lage ist alles andere als stabil, im Dezember ist die Situation wieder eskaliert in Aleppo, Syrien.

Sicherlich werden sich auch in Zukunft wieder Menschen auf den Weg machen; manche, um eine bessere Zukunft zu haben, manche sogar, um ihr Leben zu retten. Dabei ist es schwer vorauszusehen, wie sich die Migrationsrouten verschieben. Eine Prognose kann nicht erstellt werden, zu unsicher ist die Entwicklung in den Konfliktregionen. Auch gibt es entlang dieser Routen viele Faktoren, die kaum beeinflussbar sind.

Deshalb haben wir Kantone 2016 mit dem Bund Lösungen gesucht, wie mit dieser Situation umzugehen ist. Dies haben wir getan, indem wir uns in Bezug auf ein extremes Szenario vorbereitet haben, und zwar im Rahmen einer Vorsorgeplanung.

Ein Resultat davon ist, dass die Aufgaben zwischen Kanton und Bund geklärt sind: Der Bund ist für die Aufnahme und die Registrierung der Flüchtenden zuständig; die Kantone für die Unterbringung, die Betreuung und den Vollzug. Der Kanton hat in Zusammenarbeit mit den Gemeindeführungstäben zu diesem Szenario eine Notfallplanung erstellt.