Die Vorstellung ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich glaube, in der Realität wird das schnell ganz normal sein: dass wir Personen mit Fussfesseln in unserem Alltag sehen werden.

Hausarrest, konkret ersichtlich an der Fussfessel, ist eine Chance: Straffällige gehören zu unserer Gesellschaft, und es ist auch vom Strafmass abhängig, wer seine Strafe statt im Gefängnis unter Hausarrest mit der Fussfessel absitzt. Es geht ja auch um die Sicherheit der Gesellschaft.

Der Kanton Nidwalden hat also im Januar 2017 dieses sogenannte Electronic Monitoring definitiv eingeführt. Pilotversuche mit Electronic Monitoring laufen seit 1999 in verschiedenen Kantonen; bis 2018 soll diese Art des Strafvollzuges gesamtschweizerisch Einzug halten.

Das bringt natürlich neue Anforderungen mit sich, auch finanzielle. Das zwingt zur Zusammenarbeit: Für einen kleinen Kanton wie Nidwalden würde sich der Aufbau einer Electronic-Monitoring-Zentrale nicht lohnen. Deshalb haben die Innerschweizer Kantone die Lösung in der Synergie gefunden: Der Kanton Luzern bezieht die Leistungen zur elektronischen Überwachung aus dem Kanton Zürich und stellt diese wiederum den umliegenden Kantonen zur Verfügung.