Im Rahmen der Konkordatsarbeit hat mich etwas besonders beeindruckt, auch persönlich: eine gesamtschweizerische Übung der sogenannten Regierungskonferenz Militär, Zivilschutz und Feuerwehr. Diese Übung namens SVU14 hat uns Behörden in der ganzen Schweiz gezeigt, wie schnell sich auch bei uns das Chaos ausbreiten kann, und das, obwohl wir ja durchaus gut organisiert sind.

Die Übung war: Was passiert, wenn es für mehrere Tage keinen Strom mehr gibt, ein totales Blackout? Schon bald mussten wir alle erkennen: Bewegungsfreiheit und Lebensqualität sinken gegen Null. Der öffentliche und private Verkehr kommen zum Erliegen. Die Wohnung wird nicht mehr geheizt, der Kühlschrank funktioniert nicht mehr, die Toiletten versagen.

Wie nah sind wir alle an Panik und Chaos? Uns Behörden hat diese Übung gezeigt: Nur wenn die Menschen überzeugt sind, dass ihre Behörden solche Krisen tatsächlich bewältigen werden, lassen sich Panik und Chaos vermeiden. SVU14 hat uns als Verantwortungsträger auf schwierige Entscheidungssituationen vorbereitet. Eine Konsequenz ist ein Protokoll, das vom Bundesrat bewilligt wurde, und jetzt zu Änderungen im Krisenmanagement führt.